Die Kempowski Stiftung Haus Kreienhoop wurde im Oktober 2005 von dem Schriftsteller Walter Kempowski gegründet. Sie möchte mit ihren Aktivitäten das gesellschaftliche Leben prägen und kulturelle Zukunft dauerhaft mitgestalten.
Jede Biographie ist ein Gegenstück zu einer anderen. Alle zusammen bilden eine Kuppel, und wir stehen unter ihr und sinnen den Mustern nach, die sich aus den Lebenslinien bilden und sonderbarerweise großartig zusammenfügen.
Walter Kempowski am 8. Januar 1990
Hamit – Tagebuch 1990, 2006
Es ist ganz einfach: man muß wissen, was man will. Und das genügt.
Walter Kempowski am 11. Dezember 1990
Hamit – Tagebuch 1990, 2006
Auf eine Idee kommen. – Sie kommt doch auf uns? Oder? Woher? Aus einer Weltraumferne.
Walter Kempowski am 17. November 1991
Somnia – Tagebuch 1991, 2008
Sie können uns doch nicht die Sehnsucht nach der Heimat übelnehmen. Der Unterschied zwischen dem Zuhause und der Heimat.
Walter Kempowski am 19. Oktober 1989
Alkor – Tagebuch 1989, 2001
Das Fanal ist es, was immer haften bleiben wird. Eine solche Tat mit
einem so naiv-klaren Ziel wird zwar nicht die Welt verändern, aber als
babylonisches Ereignis dauern. Ich kann nicht Zeitung lesen, nicht
schreiben, nichts […].
Walter Kempowski am 12. September 2001
Tagebucheintrag zu 9/11
Um Tagebuch schreiben zu können, muß man die Gegenwart erleben, als ob man sich an etwas Vergangenes erinnert.
Walter Kempowski am 1. August 1983
Sirius – Eine Art Tagebuch, 1990
Wieso denken wir gleich immer an brennende Kerzen, wenn wir mit den Seelen in Beziehung treten? Auch Blumenopfer sind sinnlos. Setze dich in einen Stuhl und sage leise vor dich hin: Vater, dann steht er sofort neben dir.
Walter Kempowski am 30. Juli 1989
Alkor – Tagebuch 1989, 2001
Ich telefonierte mit Robert, der ganz vergnügt war.
Ich: „Schlechtes Wetter, nicht?“
Er: „Wieso? Ich sitze drinnen.“
Walter Kempowski am 29. Juni 1983
Sirius – Eine Art Tagebuch, 1990
Ihr lieben Tagebuch-Schreiber, was wäre ich ohne Euch!
Walter Kempowski am 18. Mai 1989
Alkor – Tagebuch 1989, 2001
Über Kinder und junge Hunde haben sich bestimmt schon die Neandertaler gefreut.
Walter Kempowski am 23. April 1983
Sirius – Eine Art Tagebuch, 1990
Der Tag sammelt die Lebenskristalle an, ohne daß man es wahrnimmt. Man pickt sie erst auf, wenn sie sich gehärtet haben. Das kann Jahre dauern, bis sie reif sind.
Walter Kempowski am 8. März 1991
Somnia – Tagebuch 1991, 2008
Aktuelles
im Haus Kreienhoop
03.03.2012
Edvard Munch – Im Licht des Nordens >
07.03.2012
Literaturnachmittag >
09.03.2012 – 11.03.2012
Seminar >
14.03.2012
Lesung mit F. C. Delius >
Aktuelles
26.02.2012
Interessengemeinschaft Schauspiel Dresden e. V.:
Dichterwort – Sprache der Welt: Walter Kempowski „Mit dem Echolot durch das 20. Jahrhundert“ >
Das Haus der Kempowskis
Fotografien von Gabriele Kostas
Ostfildern 2011
Signierte Exemplare: gabrielekostas[at]t-online.de

